Unwuchtminimale Rotormontage

Zwangsläufig auftretende Fertigungs- und Montageabweichungen führen zu einem Unwuchtzustand des Rotors einer permanenterregten Synchronmaschine. Selbst bei konsequentem symmetrischen Design der Komponenten kann nicht vermieden werden, dass kleinste Abweichungen zwischen Form und Masse der einzelnen Komponenten unterschiedliche Unwuchtbeiträge erzeugen und dadurch ein Auswuchtvorgang unumgänglich ist.

Das wbk befasst sich mit der Fragestellung, ob durch eine optimierte Montage der Rotorkomponenten die Initialunwucht von Rotoren minimiert werden und dadurch der nicht wertschöpfende Auswuchtvorgang beschleunigt werden kann. Ein Ziel ist dabei ebenfalls der Verzicht auf Wuchtscheiben, die nach aktuellem Stand der Technik zusätzliche Rotormasse und zusätzliches Trägheitsmoment bedeuten.

Für die Lösung dieser Herausforderung wird ein modellbasierter Ansatz gewählt, der den Unwuchtzustand des Rotors vorhersagt und über intelligente Optimierungsalgorithmen eine unwuchtminimale Anordnung aller Komponenten berechnet. Für die regelmäßige Validierung des Modells werden Montageversuche und Unwuchtmessungen an unserem Standort am Campus Nord durchgeführt. Hierzu wird die Unwucht optimiert montierter Hochleistungsrotoren, die für den Einsatz in Elektrofahrzeugen geeignet sind, auf unserer Horizontalauswuchtmaschine gemessen und das Modell weiter optimiert.

Projekte

Optima – Modellbasierte Montageoptimierung zur unwuchtminimalen Produktionsautomatisierung von E-Motoren

Ansprechpartner

Wilken Wößner

Standort